Valencias Kunstmuseum: Besucherführer
Valencia: historical city tour
Ist der Eintritt ins Kunstmuseum Valencia kostenlos?
Ja, der Eintritt ist täglich völlig kostenlos. Das Museum beherbergt eine der feinsten Sammlungen valencianischer Malerei vom 14. bis 20. Jahrhundert, darunter bedeutende Werke von Sorolla, Ribera und Ribalta. Für einen selektiven Besuch sollte man 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
Das Museo de Bellas Artes de Valencia (Kunstmuseum) befindet sich in einem ehemaligen Seminar aus dem 17. Jahrhundert am Nordufer der Turia-Gärten, 10 Gehminuten von den Torres de Serranos entfernt. Der Eintritt ist täglich kostenlos. Es beherbergt die zweitwichtigste Sammlung Alter Meister Spaniens nach dem Prado, mit besonderer Stärke in der valencianischen Malerei des 14.–18. Jahrhunderts, und einen Saal mit Joaquín Sorolla-Gemälden, der den Besuch allein schon lohnenswert macht.
Die Sammlung
Die 2.100 Werke des Museums erstrecken sich über zwei Stockwerke des ehemaligen Seminargebäudes, das einen der schönsten Barockkreuzgänge Valencias besitzt — im Besuchspreis inbegriffen und oft friedlicher als die Galerien darüber.
Valencianische Gotik (14.–16. Jahrhundert)
Das Erdgeschoss enthält eine umfangreiche Sammlung von Altarbildern und Andachtsgemälden der valencianischen Gotik — jener Tradition, die im späten 14. Jahrhundert unter flämischem Einfluss entstand und einige der feinsten Tafelmalereien des mittelalterlichen Spaniens hervorbrachte. Die Namen sind international weniger bekannt als flämische Meister der gleichen Epoche, die Qualität ist jedoch vergleichbar: Marçal de Sax, Andreu Marçal de Sax, die Werkstatt von Jaume Huguet.
Diese Räume sind oft völlig leer von anderen Besuchern — ein bemerkenswertes Erlebnis mit außergewöhnlichen Werken.
Ribera, Ribalta und Murillo
Die Galerien des 17. Jahrhunderts umfassen bedeutende Bestände von José de Ribera (lo Spagnoletto), dem in Valencia geborenen Künstler, der hauptsächlich in Neapel arbeitete und einige der psychologisch intensivsten Gemälde des spanischen Barock schuf. Die Sammlung enthält mehrere bedeutende Leinwände — das Selbstporträt von 1630, den Heiligen Andreas mit Kreuz und mehrere Märtyrerszenen.
Francisco Ribalta, der in Valencia selbst arbeitete und ein prägender Einfluss auf die lokale Barrocktradition war, ist durch eine Gruppe großer Altarbilder vertreten, die seine Synthese valencianischer, römischer und flämischer Stile demonstrieren.
Der Sorolla-Saal
Joaquín Sorolla (1863–1923) ist Valencias international bekanntester Maler — bekannt vor allem für seine Darstellungen des Mittelmeerlichts, der valencianischen Küste und des valencianischen Arbeitslebens. Das Museum besitzt eine bedeutende Gruppe von Werken, darunter mehrere frühe Leinwände aus seiner valencianischen Periode vor seinem Umzug nach Madrid.
Das Museum besitzt nicht die großen Sorolla-Meisterwerke — die befinden sich im Sorolla-Museum in Madrid — aber der valencianische Kontext dieser Werke, gemalt in und über die Stadt und Küste, die man gerade besucht, verleiht ihnen eine Resonanz, die die Madrider Werke, so überlegen sie individuell auch sein mögen, nicht haben.
Für einen breiteren Kontext über Sorolla und Valencia, siehe den Sorolla in Valencia Guide.
Valencianische Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts
Das Obergeschoss behandelt die neoklassischen, romantischen und realistischen Perioden der valencianischen Malerei. Der Saal des 19. Jahrhunderts enthält Werke von Malern, die regional einflussreich, international aber weniger bekannt waren — Bernardo Ferrándiz, Antonio Muñoz Degraín (Sorollas Lehrer) und Emilio Sala.
Das Gebäude
Das Convento del Carmen-Seminar, 1683 begonnen und über den Überresten eines früheren Augustinerklosters errichtet, ist selbst ein Denkmal. Der barocke Hauptkreuzgang hat zwei Arkadengalerien und einen Orangengarten. Dieser Kreuzgang wird häufig für Wechselausstellungen und kleine Konzerte genutzt. Die obere Kreuzgangsarkade ist einer der ruhigsten, stimmungsvollsten Räume Valencias.
Das Gebäude führt zu den Jardines del Real (Viveros), einem formalen Garten unmittelbar nördlich des Museums, der einst der königliche Palastgarten des Königreichs Valencia war. Die Gärten sind frei zugänglich und bieten eine angenehme Erweiterung des Museumsbesuchs.
Praktische Informationen
Öffnungszeiten (2026):
- Dienstag–Sonntag: 10:00–20:00 Uhr
- Montags und an Feiertagen geschlossen
Eintritt: Täglich kostenlos
Anreise:
- Zu Fuß von El Carmen: 15 Minuten nördlich von der Kathedrale durch das Barrio del Carmen und über die Puente de la Trinidad.
- Mit dem Fahrrad durch die Turia-Gärten: Der angenehmste Weg — Radeln oder Gehen entlang des Turia-Gartenpfads vom Stadtzentrum, Überquerung am Puente Nou oder Puente de Serranos, Museumseingang an der Calle de San Pío V.
- Bus: Linien 5, 11 und 32 halten in der Nähe an der Calle de Blanquerías.
- Metro: Túria (Linie 5) oder Benimaclet (Linie 4), dann 12 Minuten zu Fuß.
Besuchstipps
Zuerst den Kreuzgang: Beginnen Sie im Barockkreuzgang, bevor Sie in die Galerien aufsteigen. Der Übergang von den morgendlichen Straßengeräuschen zu dem umschlossenen Garten ist einer der schöneren Momente, die man sich in Valencia zum Nulltarif arrangieren kann.
Zeit für die Gotik-Räume: Diese sind am wenigsten besuchten Räume und oft die außergewöhnlichsten. Die Altarbilder sind groß und der Erhaltungszustand ist allgemein ausgezeichnet — besser erhalten als vergleichbare Werke in unterfinanzierten Regionalmuseen anderswo.
Kombination mit den Turia-Gärten: Der südliche Eingang des Museums blickt auf den Turia-Flussbett-Garten. Ein Vormittag im Museum gefolgt von einem Spaziergang oder einer Fahrradtour durch die Gärten zur Stadt der Künste und Wissenschaften ist ein logisches Ganztagsprogramm.
Fotografie: Persönliche Fotografie ohne Blitz ist in der gesamten Dauerausstellung erlaubt.
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Verbindung zu nahe gelegenen Attraktionen
Das Kunstmuseum liegt an der Schnittstelle von drei natürlichen Valencia-Routen:
- Kulturkreis der Altstadt: Kathedrale → Lonja de la Seda → IVAM → Torres de Serranos → Kunstmuseum (ganzer Tag)
- Turia-Gärten-Rundweg: Kunstmuseum → Turia-Gärten-Spaziergang → Stadt der Künste und Wissenschaften (halber Tag je Ende)
- Kostenlose Museen sonntags: Das Kunstmuseum, IVAM und das Valencianische Museum (Museu Valencià) sind alle kostenfrei, im historischen Stadtzentrum konzentriert und können an einem einzigen Tag besucht werden — siehe den Guide zu kostenlosen Museen
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Für den vollständigen Kontext von Valencias Museumslandschaft, siehe den Museen- und Attraktionen-Hub.
Top-Erlebnisse
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