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Valencia erstes Wochenende — 2 Tage für Erstbesucher

Valencia erstes Wochenende — 2 Tage für Erstbesucher

Valencia: historical city tour

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Zwei Tage in Valencia decken den wesentlichen Rundkurs ohne Hektik ab: Altstadt und echte Paella am ersten Tag, Stadt der Künste und Strand am zweiten Tag. Die Stadt ist kompakt, gut zu Fuß erreichbar und ehrlich über ihre Dimensionen — anders als Madrid oder Barcelona können Sie sich nach einem Wochenende wirklich vertraut mit Valencia fühlen. Dieser Leitfaden umgeht die Touristenfallen und vermittelt Ihnen einen fundierten ersten Besuch.

Kurzfassung: Tag 1 konzentriert sich auf das historische Zentrum — Mercado Central, Llotja, Kathedrale, El Carmen, Abendessen in Ruzafa. Tag 2 geht in den Turia-Garten, zur Stadt der Künste und Wissenschaften und zum Malvarrosa-Strand. Beide Tage beinhalten eine richtige Paella zum Mittagessen.


Vorab: Logistik

Anreise: Der Flughafen Valencia (VLC) wird von den meisten europäischen Billigfluggesellschaften angeflogen. Metro Linie 3 oder 5 vom Flughafen ins Stadtzentrum dauert 25 Minuten und kostet 2 €. Taxis kosten 20–25 €. Der AVE-Hochgeschwindigkeitszug verbindet Madrid in 1 Std. 55 Min. und Barcelona in rund 3 Stunden.

Unterkunft: Für ein erstes Wochenende sind die praktischsten Lagen El Carmen (historisches Zentrum, lebhaft, 80–130 €/Nacht für ein gutes Hotel), Ruzafa (lokaler, günstiger, ruhigere Nächte, 65–120 €) oder rund um die Plaza del Ayuntamiento (zentral, gut zu Fuß erreichbar, 90–150 €). Vollständiger Leitfaden: Unterkunft in Valencia.

Transport: Sie brauchen kein Auto. Metro und EMT-Busse decken die ganze Stadt effizient ab. Eine Bonobús-Karte (10 Fahrten, 8,50 €) ist kostengünstig, wenn Sie täglich Busse nutzen. Valenbisi-Fahrradverleih (2,50 €/Tag) ist der beste Weg für den Turia-Garten.


Tag 1: Das historische Zentrum und echte Paella

8:30 Uhr — Mercado Central

Vor den Menschenmassen beginnen am Mercado Central, einem der größten überdachten Märkte Europas. Das Gebäude selbst — 8.000 m² Jugendstil-Keramik und Eisen — ist einen frühen Besuch wegen des Lichts wert. Frühstücken Sie an den Bartheken am Rand (3–5 €). Der Markt ist werktags 7:30–14:30 Uhr geöffnet, samstags 8:00–14:30 Uhr und sonntags geschlossen.

Ehrlicher Hinweis: Der Markt verkauft hochwertige Produkte, aber einige Stände am Eingang haben begonnen, Touristenpreise für Smoothies zu verlangen (7–8 €). Die eigentlichen Verkäufer — Fisch, Käse, Gemüse — haben normale Preise.

9:30 Uhr — Llotja de la Seda

Zwei Minuten Fußweg zu Valencias schönstem gotischen Gebäude, der Llotja de la Seda (Seidenbörse, UNESCO-Welterbe). Eintritt: 2 €. Der Säulensaal ist außergewöhnlich: 24 gedrehte Säulen tragen gotisches Gewölbe, vollständig weltlich und frei von religiöser Ikonografie. Einplanen: 30–45 Minuten inkl. Orangenbaum-Innenhof (kostenlos).

10:30 Uhr — Kathedrale von Valencia und der Micalet

Die Kathedrale liegt fünf Minuten Fußweg östlich. Eintritt: 3 € (Audioguide inklusive), Micalet-Turm: 2 € separat. Der Turm hat 207 Stufen und ist wirklich eng — für die Aussicht lohnenswert, aber auslassen, wenn wenig Zeit. Im Domschatz wird ausgestellt, was angeblich der Heilige Gral ist; ob Sie das glauben oder nicht, der Becher ist ein echter Achatbecher aus dem 1.–2. Jahrhundert n. Chr.

Eine Selbstführung deckt die Kathedrale, die Llotja und die umliegenden Straßen ab. Wenn Sie Kontext von einem einheimischen Führer möchten, startet die historische Stadtrundfahrt ab der Plaza de la Reina:

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11:30 Uhr — El Carmen-Viertel

Nach Norden durch die Torres de Serranos — das 15. Jahrhundert-Stadttor, von außen kostenlos zu besichtigen, 2 € zum Besteigen — in El Carmen gehen. Das ist Valencias ältestes Viertel: enge mittelalterliche Gassen, Schichten von Straßenkunst, Barockkirchen und einige der besten unabhängigen Bars der Stadt.

Ohne festen Plan bummeln: Calle Alta, Calle del Museu, Plaça del Tossal. Die Haupttouristenfalle der Calle de Cavallers meiden, wo einige Bars 8 € für Sangria verlangen, wenn jemand verloren aussieht. Die Straßenkunst im Carme ist seriös — nach Werken von Escif, Julieta XLF und Hyuro auf Gebäudegiebeln in den Hintergassen nahe dem IVAM-Museum suchen.

13:00 Uhr — Paella-Mittagessen — die entscheidende Wahl

Paella ist ein Mittagsgericht, das mittags über Holzfeuer mit Huhn und Kaninchen (das Originalrezept) oder Meeresfrüchten gekocht wird. Jedes Restaurant, das Paella zum Abendessen anbietet, wärmt sie fast sicher wieder auf. Ihre besten ehrlichen Optionen:

  • La Riua (Calle del Maestro José Serrano 4, Eixample): ausgezeichnete Holzfeuer-Paella Valenciana, ca. 18 €/Pers. Montags geschlossen. An Wochenenden im Voraus buchen.
  • Restaurante Valenciana (Calle del Mossèn Femades): erschwingliches Menú del Día mit Paella, 14 €. Ohne Schnickschnack.
  • Arrocería El Bou (Calle de Borrull, nahe dem Markt): Reissspezialisten, etwas teurer (20–25 €/Pers.) aber gleichbleibende Qualität.

Vollständiger Leitfaden: Wo man authentische Paella in Valencia findet.

15:00 Uhr — Ruhen oder Ruzafa

Nach einem richtigen Mittagessen gilt spanische Nachmittagslogik: entweder eine schattige Terrasse finden und für Kaffee bleiben, oder 20 Minuten nach Süden in Ruzafa (Russafa) gehen. Ruzafa hat gute unabhängige Läden, Café-Bars und einige der besten Straßenkunstwerke der Stadt. Es ist weniger ein Besichtigungsziel als ein Ort, um die echte Textur der Stadt aufzusaugen — ein Kontrast zu El Carmens Touristenrundkurs.

19:00 Uhr — Vermouth-Stunde

Zurück nach Ruzafa oder zum Mercado de Colón (ein wunderschönes Jugendstilmarktgebäude aus dem Jahr 1916, heute als Markthalle genutzt) für Vermouth und Pintxos. Standard-Vermouth in einer lokalen Bar kostet 2,50–3,50 €. Die Bars des Mercado de Colón verlangen etwas mehr (5–7 €), aber das Gebäude ist sehenswert.

20:30 Uhr — Abendessen

Valencia isst spät. Für 21:00 Uhr reservieren. In Ruzafa:

  • Canalla Bistro (Calle del Mestre Gozalbo 19): Ricard Camarenas lässiges Restaurant, kreative valencianische Gerichte, 30–40 €/Pers.
  • La Fusta (Ruzafa): unkomplizierte Tapas, 15–22 €/Pers., keine Reservierung nötig.
  • El Majal (Calle de Cuba): gut bepreistes Saison-Menü, 20–28 €/Pers.

Tag 2: Turia-Garten, Stadt der Künste und der Strand

9:00 Uhr — Turia-Garten mit dem Fahrrad

Der Turia-Garten ist der beste Weg, Valencia zu verstehen: 9 km Grünfläche im ehemaligen Flussbett, die die Altstadt mit dem Meer verbindet. Ein Valenbisi-Fahrrad ausleihen (2,50 €/Tag Besucherkarte + 1 €/30 Min.) an einer der Stationen nahe der Torres de Serranos oder der Plaça de la Mare de Déu.

Beim Radfahren nach Osten von der Altstadt aus führt die Route unter römischen Brücken, am Palau de la Música Konzerthaus und am Gulliver-Spielpark vorbei — eine riesige Gulliver-Skulptur, die man erklimmen kann (kostenlos, hervorragend mit Kindern). Die gesamte Route zur Stadt der Künste dauert mit dem Fahrrad 30–40 Minuten.

10:30 Uhr — Ciudad de las Artes y las Ciencias

Die Stadt der Künste und Wissenschaften des Architekten Santiago Calatrava ist das meistfotografierte Motiv Valencias. Die Spiegelbecken und weiße Architektur kommen im Morgen- oder späten Nachmittagslicht am besten zur Geltung. Eintrittsmöglichkeiten:

  • L’Oceanogràfic (Aquarium): 37,50 € für Erwachsene, das beste Aquarium Europas nach Fläche. Mindestens 2–3 Stunden einplanen. Die meisten Familien finden, dass das Aquarium allein einen halben Tag füllt.
  • Museu de les Ciències Príncep Felip: 8,50 €, interaktives Wissenschaftsmuseum, gut für Alter 8+.
  • Hemisfèric (IMAX): 9,80 € pro Vorstellung zu festen Zeiten.
  • Kombiticket: alle Gebäude, spart rund 20 % gegenüber Einzelpreisen.
City of Arts full-day combined ticketsCity of Arts full-day combined ticketsVerfügbarkeit prüfen

Wenn Sie nur eines auswählen, ist L’Oceanogràfic für die meisten Besucher die offensichtliche Wahl. Mit Kindern sind das Museu de les Ciències und der Gulliver-Park wirklich ausgezeichnet.

13:00 Uhr — Paella nahe dem Strand

Von der Stadt der Künste aus sind es 25 Minuten zu Fuß oder 5 Minuten Taxi nach Malvarrosa und der Strandpromenade. Für Ihre zweite Paella probieren Sie:

  • La Pepica (Passeig de la Malvarrosa 6): die bekannteste, seit 1898 geöffnet, von Hemingway besucht. Paella für zwei ab 28 €. Im Voraus buchen.
  • Casa Carmela (Calle d’Isabel de Villena 155): traditionelles Holzfeuerrezept, Huhn und Kaninchen, ca. 20 €/Pers., ausgezeichnete Qualität.

Die Restaurants im mittleren Abschnitt der Malvarrosa-Promenade mit Außenlautsprechern und Menüfotos auf Aufstellern meiden. Preis und Qualität sind auf dieser Strecke umgekehrt proportional.

15:00 Uhr — Malvarrosa-Strand

Nach dem Mittagessen ist Malvarrosa ein Arbeiterklasse-Strand, breit, sauber und deutlich weniger überfüllt als spanische Urlaubsstrände. Liegestuhlverleih: 6–8 €/Tag. Das Wasser ist flach und ruhig. Es gibt gute Beobachtungsmöglichkeiten und keine Händler-Belästigungen außer dem gelegentlichen Wassermelonenwagen.

Nach Norden Richtung Patacona-Strand gehen — ruhiger, mit einem etwas anderen Charakter (mehr Familien, weniger Gruppen). Oder nach Süden Richtung Port Saplaya, ein kleines Marinadorf mit Pastelhäusern.

17:30 Uhr — Hafen von Valencia und die America’s Cup-Marina

Das Gebiet des Hafens von Valencia wurde seit dem America’s Cup 2007 transformiert. Die Marina Real Juan Carlos I. ist nun eine Uferpromenade mit wirklich hochwertigen Restaurants (weniger touristisch als die Strandzeile) und einem Segelclub. 15 Minuten Fußweg von Malvarrosa, oder den Hop-on-Hop-off-Seeweg nehmen:

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19:30 Uhr — Sonnenuntergang und Abend

Zurück in Richtung Stadtzentrum. Die Brücke Puente del Reino über den Turia-Garten ist bei Sonnenuntergang herrlich. Für ein Getränk vor dem Abendessen sind die Terrassen an der Calle del Mar oder auf der Plaza del Carmen weniger überfüllt als die Touristenhauptplätze.

Abendessen an Tag 2: etwas anderes als am Abend zuvor ausprobieren — Bar Pilar (Calle del Moro Zeit 13) für Tigres und Clóchinas (Valencias lokale Muscheln, 2–3 € pro Teller) oder ein Sitzabendessen im Refugio Valencia in El Carmen für kreative mediterrane Küche (25–35 €/Pers.).


Budget für ein erstes Wochenende (pro Person)

GünstigMittelklasse
Unterkunft (2 Nächte)100 € (Hostel)200 € (3-Sterne-Hotel)
Mahlzeiten (6 Mittag- + Abendessen)80 €160 €
Eintritte15 €55 € (Oceanogràfic + Kathedrale)
Transport (Metro + Valenbisi)12 €15 €
Getränke, Kaffees20 €35 €
Gesamtca. 230 €ca. 465 €

Unseren Valencia-auf-kleinem-Budget-Leitfaden für weitere Details lesen.


Häufig gestellte Fragen zu einem ersten Wochenende in Valencia

Was sind die Pflichtsehenswürdigkeiten für einen Erstbesucher in Valencia?

Der Altstadtrundkurs — Mercado Central, Llotja de la Seda, Kathedrale, Torres de Serranos, El Carmen — plus der Turia-Gartenspaziergang und die Stadt der Künste und Wissenschaften. L’Oceanogràfic ist das einzel beste Angebot für die investierte Zeit. Ein richtiges Paella-Mittagessen ist unverzichtbar — siehe wo man Paella essen kann.

Welches Viertel ist für einen Erstbesuch am besten zum Übernachten?

El Carmen gibt direkten Zugang zu den historischen Sehenswürdigkeiten. Ruzafa ist charaktervoller und etwas günstiger. Die Gegend rund um die Plaza del Ayuntamiento ist praktisch und zentral. Meiden Sie Hotels nahe dem Bahnhof (Estació del Nord), da die umliegenden Straßen weniger angenehm sind, als die Touristenkarten andeuten. Vollständiger Leitfaden: Unterkunft in Valencia.

Reichen 2 Tage für Valencia?

Zwei Tage decken den Kern ohne Hektik ab. Drei Tage ermöglichen einen Ausflug zur Albufera, einen zusätzlichen Strandnachmittag und entspanntere Mahlzeiten. Vier bis fünf Tage erlauben, Ruzafa, Cabanyal und einen Tagesausflug nach Xàtiva oder zur Albufera richtig zu erkunden. Lesen Sie unseren Leitfaden Wie viele Tage in Valencia.

Kann ich Valencia ohne Auto an einem Wochenende erleben?

Ja. Das Stadtzentrum ist sehr gut zu Fuß begehbar, und die Metro erreicht den Strand, den Flughafen und die Stadt der Künste. Ein Auto benötigen Sie nur für Tagesausflüge in Binnenstädte wie Montanejos, Bocairent oder Requena. Dafür lesen Sie unseren Tagesausflüge-ohne-Auto-Leitfaden.

Was ist die beste Jahreszeit für einen ersten Besuch?

Mai, Juni, September und Oktober bieten die beste Balance aus Wetter (22–27°C), handhabbaren Menschenmassen und geöffneten Restaurants. März (Fallas-Periode) ist unvergesslich, aber chaotisch und teuer — Hotels sind monate im Voraus ausgebucht. August ist heiß (35°C+), an den Stränden überfüllt, und einige lokale Restaurants schließen. Vollständige Details: Beste Reisezeit für Valencia.

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