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Xàtiva, Valencia

Xàtiva

Xàtiva liegt 60 km südlich von Valencia — 40 Min. mit dem Zug, Burgberg, Geburtsort der Borgia-Päpste, ideal für einen halben oder ganzen Tag.

Xàtiva: the complete experience from Valencia — castle and museum

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Quick facts

Entfernung von Valencia
60 km südlich
Reisezeit
40 Min. mit dem Zug (Linie C2, Renfe Cercanías)
Anreise
Direktzug ab Valencia Nord (Linie C2, ca. 4 € einfach)
Ideal für
Burgwanderung, mittelalterliche Geschichte, Borgia-Lore, Tagesausflüge ohne Auto
Nicht verpassen
Castillo de Xàtiva (Unter- und Oberburg), das umgekehrte Porträt von Felipe V.

Xàtiva (auf Valencianisch ausgesprochen: „SHA-ti-va”) ist eine der historisch bedeutendsten Städte in der Nähe von Valencia – Geburtsort zweier Borgia-Päpste, Standort einer zwei Kilometer langen Burganlage auf einem Hügel und 40 Minuten per Direktzug entfernt. Es ist der zugänglichste Tagesausflug ins Landesinnere ab Valencia und einer der wenigen, der selbst einen Halbtagsbesuch wirklich lohnt.

Anreise nach Xàtiva ab Valencia

Die Cercanías-Linie C2 fährt vom Bahnhof Valencia Nord (auch Estació del Nord genannt) direkt nach Xàtivas Bahnhof. Die Züge fahren ungefähr alle 30–60 Minuten; die Fahrt dauert 38–42 Minuten. Der Einzelfahrpreis beträgt ca. 3,60–4,20 € je nach Tarifzone – eine Reservierung ist nicht erforderlich. Das Stadtzentrum und der Burgzugang sind vom Bahnhof aus zu Fuß erreichbar (15 Minuten auf ebenem Untergrund zur Altstadt, dann weitere 25–30 Minuten bergauf zur Unterburg, oder im Sommer ein Pendelbus).

Wer ein geführtes Erlebnis mit geregeltem Transport bevorzugt, starten täglich organisierte Tagesausflüge ab Valencia:

Das vollständige Xàtiva-Erlebnis ab Valencia umfasst Burgeinlass, Museumsbesuch und einen Guide – eine unkomplizierte Wahl, wenn man neben dem Ausblick auch Kontext möchte.

Die Fahrt mit dem Auto dauert auf der Autobahn AP-7 ca. 55 Minuten (Maut: ca. 5–7 € hin). Parken in der Nähe des Burgeingangs ist in Hauptmonaten begrenzt.

Die Burg: was man wirklich sieht

Das Castillo de Xàtiva ist kein einzelnes Gebäude – es sind zwei verbundene Festungen, die sich über einen Kalksteinrücken 120 Meter über der Stadt erstrecken. Die Unterburg (Castillo Menor) datiert auf iberische und römische Perioden, stark modifiziert unter maurischer und christlicher Reconquista. Die Oberburg (Castillo Mayor) wurde im 12.–14. Jahrhundert erweitert und enthält einen besser erhaltenen Abschnitt von Mauern und Türmen.

Der Burgeintritt kostet ca. 3 € für Erwachsene (Stand 2025; vor Ort prüfen). Man kann von der Stadt aus hochgehen (30–40 Minuten ab dem Rathausbereich) oder einen kleinen Pendelbus nehmen (Castell Bus, ca. 1,50 €, im Sommer und am Wochenende in Betrieb). Der Rückweg bietet eine andere Perspektive und führt an der Einsiedelei Sant Feliu vorbei.

Die Aussicht von den Oberburg-Zinnen reicht bei klarem Wetter über die gesamte Albufera-Küstenebene und die Serra Vernissa im Westen. Bei Dunst oder Sommerhitze ist die Sicht eingeschränkt.

Eine Besonderheit: Im Arxiu Municipal (Stadtmuseum, Carrer de la Corretgeria, am Burgaufstieg) hängt ein auf den Kopf gedrehtes Porträt von Felipe V. Nachdem Xàtiva nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1707) von diesem König niedergebrannt und in „San Felipe” umbenannt wurde, drehte die Stadt sein Porträt später als dauernden Protest um. Das Porträt hängt noch heute umgekehrt.

Xàtiva und die Borgias: was stimmt, was nicht

Zwei Päpste wurden in Xàtiva geboren: Alfons de Borja (Papst Calixtus III., 1455–58) und Roderic de Borja (Papst Alexander VI., 1492–1503). Letzterer war Vater von Cesare Borgia und Lucrezia Borgia – Figuren, die Machiavellis „Der Fürst” und mehrere TV-Serien inspirierten.

Die Verbindung ist echt, wird aber von Reiseveranstaltern manchmal übertrieben. Was man in Xàtiva wirklich findet: Das Museu de l’Almodí beherbergt einen Borgia-Raum mit Porträts und Dokumenten aus der Zeit. Es gibt keinen „Borgia-Palast”, den man betreten könnte – die ursprünglichen Bauten der Familie haben nicht überlebt. Die Kollegiatkirche Santa María (14.–16. Jh., noch teilweise im Bau) ist für ihr gotisches Kirchenschiff und die Altarbilder einen Besuch wert.

Eine private Xàtiva-Burgführung mit Transfer ab Valencia ermöglicht mehr Zeit mit einem Guide für die Borgia-Geschichte im Speziellen – besser für Gruppen.

Die Altstadt: jenseits der Burg

Xàtivas Unterstadt ist für einige Stunden wirklich angenehm. Die Hauptstraße Carrer Moncada führt durch das alte muslimische Viertel. Der Almudín-Marktplatz hat eine Arkade aus dem 16. Jahrhundert. La Seu (die Kollegiatkirche) befindet sich am nördlichen Rand des alten Viertels – kostenloser Eintritt, Spenden willkommen.

Praktische Tipps:

  • Die „Touristenmenü”-Restaurants direkt auf dem Hauptplatz beim Rathaus meiden – der Aufschlag ist erheblich. 2–3 Straßen zurückgehen für besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Bar Restaurante Pous (Carrer de la Corretgeria-Bereich) und Casa La Abuela sind bessere Optionen für das Mittagessen, mit Menús del día für ca. 12–14 €.
  • Der überdachte Markt (Mercat Municipal) auf der Plaça del Mercat ist dienstags bis sonntags vormittags geöffnet.

Xàtiva mit weiteren Stationen kombinieren

Xàtiva passt gut zu Anna (weitere 20 km südlich, per Straße erreichbar), wo die sogenannten „Anna-Alhambra”-Wassergärten und drei Wasserfälle eine gute Halbtagsergänzung bieten. Der Valencia-Xàtiva-Anna-Tagesausflug deckt beide Orte in einer einzigen organisierten Exkursion ab.

Man kann Xàtiva (morgens, Zug) auch mit einem Nachmittag in der Albufera verbinden, wenn man fährt: Der See liegt 60 km nordöstlich von Xàtiva über die V-31.

Für ein zeitlich genau geplantes Itinerar und Transportdetails den vollständigen Xàtiva-Tagesausflug-Leitfaden lesen. Für zugbasierte Tagesausflüge allgemein deckt der Zug-Tagesausflüge-Leitfaden mehrere Optionen ab Valencia ab. Für eine mehrtägige Rundfahrt bietet das Xàtiva-Gandia-Roadtrip-Itinerar Strände und südliche Städte als Zweitagesrunde.

Wann man besser nicht geht

Ende Juli bis August: der Burgaufstieg in praller Sonne bei 35–40 °C ist wirklich unangenehm und für Kinder oder ältere Besucher ohne ausreichend Wasser potenziell gefährlich. Wer im Sommer muss, früh starten (Burg öffnet um 10:00 Uhr) und bis Mittag wieder absteigen. Der Pendelbus hilft.

Der andere Vorbehalt: An spanischen Feiertagen (besonders Osterwoche, lange Augustwochenenden) ist die Stadt bei Valencianern auf Tagesausflug beliebt. Die Burg kann an diesen Tagen voll wirken; der Zug zurück hat möglicherweise Stehplätze.

Praktische Informationen

  • Zug: Valencia Nord → Xàtiva (Linie C2), ca. 40 Min., ca. 4 € einfach, keine Buchung nötig
  • Burgöffnungszeiten: Di–So 10:00–18:00 Uhr (Sommer bis 20:00 Uhr); montags geschlossen
  • Burgeintritt: Erwachsene ca. 3 €, unter 12 kostenlos; Pendelbus ca. 1,50 € extra
  • Stadtmuseum (Almodí): Di–Fr 10:00–14:00 und 16:00–18:00 Uhr, Wochenende 10:00–14:00 Uhr
  • Touristenbüro: Plaça del Mercat — kostenlose gedruckte Karte erhältlich

Häufig gestellte Fragen zu Xàtiva

Lohnt sich Xàtiva als Tagesausflug ab Valencia?

Ja, besonders für Reisende, die sich für mittelalterliche Geschichte interessieren oder einen Tagesausflug ins Inland ohne Auto möchten. Die Burg ist eine der besser erhaltenen in der Region Valencia, die Zugfahrt ist kurz und günstig, und die Altstadt bietet 2–3 Stunden ruhige Erkundung. Nicht für alle geeignet – es gibt keine Strände, und die Hauptattraktion erfordert einen 30-minütigen Aufstieg zu Fuß.

Wie viel Zeit braucht man in Xàtiva?

Vier bis fünf Stunden decken die Burg (inkl. Aufstieg, Besichtigung und Rückweg), das Stadtmuseum und das Mittagessen in der Altstadt komfortabel ab. Wer auch die Kollegiatkirche besuchen und den Markt erkunden möchte, sollte sechs bis sieben Stunden einplanen – was es faktisch zu einem ganzen Tag macht.

Kann man Xàtiva ohne geführte Tour besuchen?

Vollständig, und die meisten unabhängigen Reisenden tun das. Die Linie C2 ist direkt, die Burg ist vom Bahnhof aus ausgeschildert, und der Eintritt erfolgt am Kassentor. Ein Reiseführer oder eine Audio-Guide-App liefert Kontext. Organisierte Touren bieten Transportkomfort und Kommentare eines Guides zur Borgia-Geschichte – nützlich, aber nicht erforderlich.

Was ist das umgekehrte Porträt von Felipe V.?

Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1707–1709) ließ König Felipe V. Xàtiva niederbrennen und seine Bewohner als Strafe für die Unterstützung der habsburgischen Gegenpartei zerstreuen. Die Stadt wurde später wiederaufgebaut und in „San Felipe” umbenannt. Als langjährigen Akt der Auflehnung stellt das Stadtmuseum ein Porträt von Felipe V. auf dem Kopf dar. Diese Praxis besteht seit über drei Jahrhunderten als kulturelles Statement fort.

Ist der Burgaufstieg für Kinder geeignet?

Der Pfad von der Altstadt zur Unterburg ist steil und teilweise gepflastert – für die meisten Kinder über 8 Jahren machbar, aber der Untergrund ist uneben. Die Oberburg erfordert weiteres Klettern auf rauem Terrain. Der Pendelbus macht den Aufstieg überflüssig. Wasser in jeder Jahreszeit mitbringen.

Was sollte man in Xàtiva essen?

Die lokale Spezialität ist Arròs amb fesols i naps (Reis mit weißen Bohnen und Rüben), ein Bauernessen, das Valencias bekanntere Paella zeitlich überbietet. Es erscheint im Winter auf den meisten lokalen Restaurantmenüs; Sommermenüs ersetzen es möglicherweise durch leichtere Optionen. Die tourismusorientieren Restaurants auf dem Hauptplatz meiden – die Preise sind 30–40 % höher ohne Qualitätsunterschied.

Kann man Xàtiva und die Albufera an einem Tag kombinieren?

Ja, mit dem Auto – Xàtiva morgens, Albufera für einen späten Nachmittagsbootsausflug, Rückkehr nach Valencia zum Abendessen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es umständlich: Ab Xàtiva müsste man nach Valencia zurückfahren und dann Bus 24 oder 25 zur Albufera nehmen, was Zeit kostet. Organisierte Touren, die beides kombinieren, gibt es – siehe die Xàtiva-Burg-und-Albufera-Privattour.

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